
Ein überdimensionales Hörrohr führt zum AKUSTIKON in Linz, Österreich. Foto: Linz09/Tollerian
Die europäische Kulturhauptstadt 2010 heißt Linz und liegt in Österreich. Den Linzern liegt gutes Hören ganz besonders am Herzen. Deshalb haben sie mit dem AKUSTIKON, so der Name des Museums, einen Ort geschaffen, in dem Hören mit seinen ganzen physikalischen, neurologischen und biologischen Aspekten gezeigt wird.
Prunkstücke des Hauses sind zwei Polyphone, die wie große Apothekenschränke aussehen. Darin aufgehoben werden jedoch keine Medikamente, sondern Klänge. Zieht der Besucher eine Schublade heraus, hört er jeweils einen anderen Klang.
Einer von sieben Hörerlebnis-Räumen führt zum Beispiel in die Wahrnehmungswelt von Schwerhörigen und lässt die Besucher erfahren, wie sich die verschiedenen Beeinträchtigungsstadien auswirken. Ein anderes lädt zum Experimentieren mit akustischen Täuschungen ein. Wer die beklemmende ERfahrung eines vollkommen schalltoten Raumes im AKUSTIKON gemacht hat, weiß anschließend, wie wichtig Hören ist.
Das AKUSTIKON ist die Basis des Projektes "Hörstadt 2010" in Linz, soll jedoch darüber hinaus bestehen bleiben und sich als wissenschaftliche Forschungseinrichtung mit dem Zusammenhang von Hören und Gesellschaft auseinandersetzen.