Alles was bunt ist, glitzert und Geräusche macht, zieht insbesondere kleine Kinder magisch an. Viele Kinderspielzeuge sind jedoch so laut, dass sie bei unsachgemäßem Gebrauch das Gehör auf Dauer schädigen können. Darauf weist der Qualitätsverband Pro Akustik hin.
Die selbstständigen Hörakustiker des Verbandes raten Eltern, Großeltern und allen, die Kindern eine Freude machen möchten, besonders auf die Lautstärke des Spielzeugs zu achten. Zwar sei nicht erwiesen, dass Kinderohren empfindlicher auf Lärm reagieren als das Gehör Erwachsener. "Erwachsene wissen jedoch, dass zuviel Lärm schädlich ist. Kinder wissen das noch nicht", heißt es.
Jüngste Messungen der Initiative Hear the World und der Hochschule Aalen haben ergeben, dass es immer noch viel zu lautes Kinderspielzeug gibt. Insbesondere Kinder-Instrumente wurden mit Werten von bis zu 132 Dezibel und damit weit über der geltenden DIN-Norm von 80 dBA (Dezibel Bewertungsfilter A) für ohrnahes Spielzeug und 85 dBA für Quietschspielzeug und Rasseln gemessen. Vorsicht ist auch bei Spielzeug geboten, dass sich durch laute Knallgeräusche auszeichnet. Ein einziger Knall zu nah am Ohr kann das Gehör irreparabel schädigen.
Die Pro Akustiker raten deshalb, bei der Auswahl des Spielzeugs genau hinzuhören und die Lautstärke bereits im Laden zu testen. Dabei kann man sich auf die eigenen Ohren verlassen oder Schallpegelmesser nutzen, wie es sie bereits als Anwendung (App) für viele Smartphones gibt.