
Dr. Henning Teismann, Dr. Hidehiko Okamoto und Institutsdirektor Prof. Dr. Christo Pantev (v.l.) präsentieren die Forschungsergebnisse
In lauter Umgebung klar zu verstehen, fordert eine konzentrierte Leistung unseres Gehörs. Wird das Gehör dabei auch noch mit lauter Musik aus Kopfhörern malträtiert, kann es diese feine Unterscheidung nicht mehr leisten. Das ist das Ergebnis einer Studie mit zwei Vergleichsgruppen junger Erwachsener.
Deutsche und japanische Forscher haben beide Gruppe über einen längeren Zeitraum in lauter Umgebung lauter Musik ausgesetzt. Die eine Gruppe trug dabei Kopfhörer, die andere nicht. Anschließende Standard-Hörtests ergaben keinen Unterschied des Hörvermögens. Eine genaue Untersuchung des auditorischen Kortex im Gehirn, in dem die Verarbeitung der Schallsignale stattfindet, ergab jedoch auffällige Unterschiede. Den Probanden mit Kopfhörer fiel es demnach deutlich schwerer, aus lauter Umgebung Sprache oder andere spezifische Geräusche herauszufiltern. Die Forscher des Instituts für Biomagnetismus und Biosignalanalyse der Universität Münster und des Departments für Integrative Physiologie am Nationalen Institut für physiologische Wissenschaften in Okazi, Japan, schließen daraus Nervenschäden, die zu einer bleibenden Hörminderung führen können. Sie empfehlen deshalb, auf lautes Musikhören mit Kopfhörern zu verzichten.
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Eine Zusammenfassung der Studienergebnisse steht im Internet unter www.plosone.org.