Eine Erfolgsgeschichte: Warum sich ein Wechsel in die Hörakustik lohnt

Hörakustikerin? Davon hatte Juliane Neis noch nie etwas gehört. Bis sie bei der Berufsberatung war. Heute ist sie eine der besten Nachwuchs-Akustikerinnen Deutschlands. Warum es für sie nciht nur die richtige Entscheidung, sondern auch für die Kunden von Reinhard Dageförde ein Glück war, verrät die 23-Jährige in unserem Blog.

Direkt mit Menschen arbeiten

Medizinisch-technisch interessiert war Juliane Neis schon immer. Von daher stand es für sie früh fest, dass sie sich nach dem Abitur für molekulare Biologie an der Universität einschrieben würde. Vier Semester studierte sie. „Dann habe ich gemerkt, dass ich doch lieber mit Menschen direkt arbeiten wollte“, erinnert sich die 23-Jährige heute. Um sich über Alternativen zu informieren und ging zur Berufsberatung.

Ein Zufallsfund

„Ich wollte sowieso immer eine Ausbildung machen“, erinnert sich die Akustikerin. Dann saß sie vor der Berufsberaterin. Sie schlug ihr den Beruf der Hörakustikerin vor. „Und das klang sehr interessant“, sagt Neis.

Es klang vielversprechend

Von selbst auf den Beruf wäre sie nie gekommen. Aber das, was die Frau von der Agentur für Arbeit ihr vorschlug, klang vielversprechend: Der Beruf war medizinisch-technisch und hatte mit Menschen zu tun. Denn auch das war ihr an der Uni klar geworden: „Mein Studium war sehr IT-lastig. Ich konnte mir gut vorstellen, etwas mit Menschen zu tun.“

Die Bewerbung

Sie bewarb sich im Hörcentrum von Reinhard Dageförde, der ein Mitglied im Qualitätverband Pro Akustik ist, und wurde glatt genommen. „Zwar fühlte es sich zu Anfang etwas ungewöhnlich an, wieder zur Schule zu gehen, aber daran gewöhnt man sich sehr schnell“, berichtet Neis. Denn wie jeder andere Hörakustik- Auszubildende hatte sie fortan mehrmals jährlich Blockunterricht an der Akademie für Hörakustik in Lübeck. Gleichzeitig lernte sie praktische Dinge im Duisburger Hörcentrum. „Die Aufnahme im Team war besonders herzlich“, sagt Neis. Auch die Einarbeitung sei gar kein Problem gewesen.

Nichts bereut

Im August 2016 hatte sie ihren ersten Arbeitstag. Sie hat keinen Tag bereut. Inzwischen ist die junge Frau nicht nur Kammersiegerin, sondern auch Landessiegerin des Deutschen Handwerks in Nordrhein-Westfalen. Welche Eigenschaften man mitbringen sollte, um so gut zu werden? „Geduld“, sagt die junge Frau schlicht. Schließlich arbeite man die meiste Zeit mit eher älteren Menschen zusammen, die wirklich schlecht hören. „Je besser man sich darauf einstellen kann, desto besser kann man helfen.“

Technisches Verständnis

Und klar, technisches Verständnis sei auch nicht verkehrt. Aber niemand muss Angst haben, dass man Physik-Leistungskurs gehabt haben muss, um als Akustiker bestehen zu können. „In der Schule in Lübeck werden die Grundlagen eh wiederholt“, erklärt die 23-Jährige. Außerdem sei die Physik nicht so abstrakt wie sie oftmals in der Schule sei. „Da gibt es ja konkrete Anwendungsbeispiele“, sagt Neis. Eins rät die Akustikerin allerdings allen, die sich für den Beruf interessieren: „Macht unbedingt ein Praktikum.“ Man könne zwar Vieles im Netz nachlesen, aber wie es dann wirklich sei, das müsse man erfahren.

Großer Erfolg

„Das Tolle ist: Man kann sehr kurzfristig zu einem großen Erfolg kommen“, sagt Neis und berichtet von älteren Menschen, die zunächst sogar nahezu dement erschienen, als sie ins Hörcentrum kamen. Kaum seien sie mit Hörgeräten versorgt worden, „waren sie total wach, einfach ganz andere Menschen.“ Das sei wirklich ein großartiges Gefühl.

Eigene Familie versorgt

Neulich hat die 23-Jährige ihren eigenen Stiefvater mit Hörgeräten versorgt. „Er ist Schreiner und wusste eigentlich, dass er Hörgeräte brauchte“, erinnert sie sich. Aber wie das oftmals so sei: Er habe sich immer gescheut einen Akustiker aufzusuchen. Dann kam er zu ihr und habe sich versorgen lassen: „Und das hat super geklappt, einfach wie im Bilderbuch.“