So haben Corona-Viren kaum eine Chance

Hörakustiker kümmern sich um Menschen mit Hörverlust. Sie tragen dazu bei, dass diese Menschen ein aktiver Teil der Gesellschaft bleiben, dass sie Nachrichten verfolgen können und von der Kommunikation nicht abgeschnitten werden. Aus diesem Grund dürfen die Gesundheitshandwerker auch während der Pandemie arbeiten.

Da sie immer nah am Menschen arbeiten, ist für sie eine gründliche Hygiene selbstverständlich. Seit Jahren sind die Standards in ihren Betrieben sehr hoch. Jetzt sind sie nochmals erhöht worden. Händewaschen gehört bei ihnen zum Alltag.

Warum Händewaschen wichtig ist

Es ist so einfach, es ist so wichtig: Händewaschen. Da das neue Corona-Virus ein umhülltes Virus ist,

ist es möglich, es schon vor seinem Eindringen in den Körper zu zerstören. Warum? Coronaviren sind mit einer Lipidmembran umhüllt. Einfach gesagt: Sie umschließt eine Hülle aus Fett. Diese ist leicht beim ausgiebigen Händewaschen zu zerstören. Wer seine Hände mit einem ethanolbasierten (Alkohol) Mittel mit mindestens 62 Prozent Ethanolanteil abreibt, bekämpft das Virus noch effektiver.

Was sind Viren?

Viren sind relativ einfach gebaut: Sie bestehen aus Molekülketten und erhalten die DNA mit der Information zu ihrer Vermehrung. Sie haben keine eigene Zelle. Das heißt auch, dass sie keinen Stoffwechsel haben und keine Energie selbst gewinnen können. Aus diesem Grund müssen sie sich im Inneren des Körpers so genannte Wirtszellen suchen, um überhaupt überleben und Schaden anrichten zu können.

Behüllte und unbehüllte Viren

Es gibt behüllte und unbehüllte Viren. Unbehüllten Viren fehlt die Membran, mit der sie Zellen des Wirtes nachahmen und einfacher eindringen können. Sie können ihren Wirt nur verlassen, indem sie ihn zerstören. Eines dieser Viren ist beispielsweise Hepatitis A.

Behüllte Viren

Behüllte Viren sind eine evolutionäre Entwicklung der unbehüllten Viren. Sie sind von einer Membran umhüllt, mit der sie die wirtseigenen Proteine nachahmen. So können sie sich tarnen. Die Wirtszelle erkennt auf den ersten Blick gar nicht, dass es sich um ein feindliches Virus handelt. Einige Arten der Virusfamilie Coronaviridae kopieren sogar Teile vom körpereigenen Immunglobin G. Dieses markiert im Normalfall Eindringlinge, um sie für weitere Abwehrsysteme besser angreifbar zu machen. Wird dieser Mechanismus kopiert, wird noch nicht einmal der Eindringling – also das Virus – als Feind erkannt.

Der wunde Punkt

Der Vorteil des behüllten Virus ist aber auch gleichzeitig sein wunder Punkt: Das Äußere von behüllten Viren besteht wie beschrieben zumeist aus einer Lipidmembran – also aus Fett. Zerstört man diese Schicht, kann das Virus nicht mehr in den Wirt eindringen. Fettlösliche Alkohole wie Ethanol, 2-Propanol oder Tenside wie in der Seife lösen diese Schicht auf. Eine Ausbreitung wird so verhindert.

Flexible Viren

Pandemien entstehen, wenn Viren ihre Hüllen permanent den Wirten anpassen. So können artübergreifende Infektionen entstehen. Das Virus kann auch so genannte Zwischenwirte aufspüren und sich unbemerkt weiterentwickeln. Das macht es den Forschern schwer, einen greifbaren Wirkstoff gegen das Virus in kurzer Zeit zu finden. Es kommt nicht selten vor, dass sich ein Virus schon längst weiterentwickelt hat, bevor ein passender Impfstoff gefunden wurde. Wird er dann endlich entdeckt, kann es durchaus schon zu spät sein.

Warum heißt das Coronavirus so?

Corona kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Kranz“ oder „Krone“. Die äußere Hülle des Virus sieht aus, als ob das runde Virus mit kleinen Kronen geschmückt ist. Coronaviren wurden schon in den 60er Jahren entdeckt. Sie gleichen sich im Aussehen. Zu den Coronaviren gehört auch Sars, das 2002/2003 in Erscheinung trat. Da das neuartige Coronavirus diesem sehr ähnelt, heißt es offiziell Sars-CoV-2.

Was bedeutet Covid 19?

Covid 19 heißt die Lungenkrankheit, die das Coronavirus auslöst. Covid ist dabei die Abkürzung für „Corona Virus Disease“. Übersetzt heißt das „Corona Virus-Erkrankung“. Die 19 steht für die Jahreszahl, in der das Virus erstmals zu der Erkrankung geführt hat. Den Namen hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) festgelegt.

Warum infiziert nicht gleich krank heißt

Wenn sich ein Mensch mit Corona infiziert hat, heißt das nicht gleich, dass er auch an Covid 19 erkrankt. Bei circa 80 Prozent der Betroffenen verläuft die Infektion mit dem Virus mild. Diese Menschen erholen sich ohne medizinische Hilfe. Bei 20 Prozent setzt sich der Erreger in der Lunge fest und kann zu einer Entzündung der Lunge führen.

Machen alle Viren krank?

Nicht alle Viren, die den Menschen befallen, machen auch krank. Die körpereigene Abwehr funktioniert sehr gut. Es gibt Virusinfektionen, von denen wir noch nicht einmal etwas bemerken.

Wie lange können Viren überleben?

Viren können recht lange überleben. Wenn sie aber keine Wirtszelle finden, sterben sie ab.

Was wirkt gegen Viren?

Es ist schwierig, mit Medikamenten Viren zu bekämpfen. Anders als bei bakteriellen Infektionen wirken Antibiotika nicht. Hat unser Körper aber einmal eine Virusinfektion erfolgreich bekämpft, sind wir meist gegen das Virus immun. Darauf basieren auch alle Impfungen, die auch Immunisierungen genannt werden.