Darauf sollten Hörgeräteträger beim Baden achten – Tipps für einen Tag am See

Schwimmen, paddeln, planschen – je höher die Temperaturen, desto größer der Wunsch nach Abkühlung. Doch Hörgeräteträger sollten Einiges beachten, damit der Badespaß nicht ins Wasser fällt. Für sie gilt in den meisten Fällen: erst ablegen, dann abtauchen. Hier einige Tipps für einen tollen Tag am See

Empfindliche Technik

Hörgeräte sind heutzutage hocheffiziente Minicomputer. Die Technik im Inneren der Gehäuse ist dementsprechend empfindlich. Feuchtigkeit verträgt sie gar nicht. Gleichzeitig haben Hörgeräte technikbedingt Öffnungen beispielsweise für Mikrofone, Hörer oder auch für Batterien. Aus diesen Gründen sollte man Hörgeräte vor Feuchtigkeit schützen. Von daher empfiehlt es sich in den meisten Fällen, die Hörgeräte vor dem Baden abzulegen.

Der Ablageort: kühl und trocken

Aber auch der Ablageort sollte sorgfältig gewählt werden. Am besten werden die Hörgeräte in ein passendes Etui verpackt. Eine wasserfeste Box kann ebenso hilfreich sein. Wer beides nicht zur Hand hat, kann auch einen Plastikbeutel nehmen, den er so verschließt, dass die Hörgeräte nicht durch versehentliche Wasserspritzer nass werden können. Die Box oder das Etui dann an einen kühlen und möglichst trockenen Ort deponieren.

Hitze ist schädlich

Ein schattiges Plätzchen ist für Hörgeräte optimal. Die empfindliche Technik mag Hitze nämlich ganz und gar nicht.  Auch in einem überhitzten Auto können die Geräte Schaden nehmen. Daher: Bitte die Hörgeräte nie bei heißen Temperaturen im Wagen liegenlassen. Hitze kann nicht nur die Technik schädigen, sie führt oftmals auch dazu, dass sich die Batterien oder der Akku schneller entladen.

Hüllen helfen

Wer sein Hörgerät beim Schwimmen nicht ablegen möchte, kann es auch mit einer speziellen Hülle oder einem Schweißband schützen. Zudem gibt es Clips, mit denen man die Hörgeräte befestigen kann und so einem möglichen Verlust vorbeugen Kann. Dies ist beispielsweise auch von Vorteil für Menschen, die viel Sport treiben.

Technik für Vielschwimmer

Wer allerdings öfter schwimmen geht oder in dem Bereich sogar sportlich unterwegs ist und in seiner Freizeit viel im Freien unterwegs ist, für den kann sich die Anschaffung von speziellen Hörgeräten rentieren, die einen Feuchtigkeitsschutz haben. Wenn die Hörgeräte eine IP-Zertifizierung mit der Nummer 68 aufweisen, sind diese staub- und feuchtigkeitsresistent. Das heißt allerdings nicht, dass man mit ihnen einen ausgiebigen Tauchgang machen kann. Diese Art von Hörgeräten sind für ein kurzes Untertauchen von bis zu einem Meter Tiefe ausgelegt.

Auf dem Weg nach Hause

Hörgeräte sollten nie zusammen mit feuchten Schwimmsachen oder Handtüchern eingepackt werden. Auch die von den Badesachen ausgehende Feuchtigkeit kann sie schädigen.

Pflege nach dem Baden

Nach einem Tag am See oder im Freibad benötigen Hörgeräte eine spezielle Pflege. Wird das Batteriefach über Nacht geöffnet und werden die Batterien entnommen, kann eventuell eingedrungene Nässe leichter verdunsten. Die exklusive Pro UV-Hygienebox, die Hörgeräteträger bequem bei allen der Pro Akustik angeschlossenen Unternehmen bestellen können, hilft zusätzlich, die Geräte wieder von Feuchtigkeit zu befreien. Und falls doch einmal trotz aller Vorsicht die Hörgeräte ins Wasser gefallen sind? Da kann nur der Profi helfen: Ihr Pro-Akustiker vor Ort wird ihre Geräte gern inspizieren und schauen, ob und wie sie zu reparieren sind.

Die Tipps in der Übersicht

  • Hörgeräte vor dem Baden am besten entnehmen
  • Hörgeräte sicher in einer feuchtigkeitsabweisenden Box im Schatten ablegen
  • Hörgeräte über Nacht gut austrocknen lassen
  • Schweißbänder oder Schutzhüllen nutzen