Koffer packen für die Reise

Unsere Top-Ten-Reisetipps für Träger von Hörgeräten – das gehört in jeden Koffer

Endlich Urlaub! Damit die schönste Zeit des Jahres auch für Hörgeräteträger so angenehm wie möglich wird, haben wir 10 Tipps für eine Top-Reiseplanung zusammengestellt.

1. Vorab-Check

Bevor Sie eine Reise antreten, sollten Sie vorab noch einmal einen Termin bei Ihrem Pro Akustiker machen. Er wird ihr Gerät durchchecken und eventuell neu justieren. So können Sie sicher Ihre Reiseplanung beginnen.

2. Reinigungsmittel

In den Koffer gehört auf alle Fälle genügend Reinigungsmittel. Sie sollten es mitnehmen, auch wenn es vor Ort einen Hörakustiker geben sollte. Die Zusammensetzung der Reinigungsflüssigkeit könnte eine andere als die Zuhause sein. Möglicherweise enthalten die Produkte, die Sie im Urlaubsort kaufen können, Alkohol oder Lösungsmittel. Diese könnten ihre Geräte dauerhaft schädigen. Zudem sollten Sie ein weiches Tuch für die Reinigung einpacken.

3. Trockenbox

Wer in Länder mit einer hohen Luftfeuchtigkeit reist, sollte eine Trockenbox mit den entsprechenden Kapseln mitnehmen. Feuchtigkeit ist der Feind Nummer Eins von Hörgeräten. Die empfindliche Technik leidet sehr darunter. Wer in die Tropen reist, in denen die Luftfeuchtigkeit dauerhaft etwa 70 Prozent beträgt, sollte unbedingt eine Trockenbox dabeihaben.

4. Batterien Akkuladegerät

Eine entsprechende Anzahl von Batterien sollten man beim Kofferpacken nicht vergessen. Die Anzahl hängt davon ab, wie lange und wie oft Sie ihr Hörgerät nutzen. Bitte beachten Sie, dass Hörgeräte bei Hitze wie bei Kälte mehr Energie verbrauchen als in gemäßigtem Klima. Wenn Sie sich unsicher sein sollten, wie viele Batterien Sie einpacken sollten, fragen Sie gern bei einem Vorab-Check Ihren Pro Akustiker. Er rechnet Ihnen gern die Anzahl der Batterien aus.

5. Schutzbox

Sonne, Sand. (Salz-)Wasser – das alles kann den empfindlichen Hörgeräten zusetzen. Eine Schutzbox ist daher eine sinnvolle Anschaffung, wenn Sie beispielsweise ihr Hörgerät am Strand zum Baden ablegen wollen. Eine solche Schutzbox sollte möglichst fest verschließbar sein, so dass weder Feuchtigkeit noch feine Sandkörnchen eindringen können. Da auch Hitze den Geräten zusetzen kann, empfiehlt es sich, die Schutzbox im Schatten aufzubewahren.

6. Sonnenschutz

Was Sie persönlich schützt, schütz auch Ihre Hörgeräte: ein Hut hilft, Überhitzungen zu vermeiden. Test haben ergeben, dass Hörgeräte am oder im Ohr noch am besten vor Hitze geschützt sind. Am Ohr erreichen sie auch bei 50 Grad Celsius Außentemperatur selten einen Wert, der höher als 37 Grad Celsius ist. Daher: Lassen Sie ihr Hörgerät am besten am oder im Ohr. Ein Hut schützt es zudem vor direkter Sonneneinstrahlung.

7. Ersatzteile

Nicht in jedem Land sind Hörakustiker so gut aufgestellt wie in Deutschland. Daher sollten Sie auch die wichtigsten Ersatzteile im Koffer haben. Wer Schallschläuche, Ohrstücke oder auch Sportclips dabeihat, ist zumindest auf der sicheren Seite. Diese Dinge nehmen nicht viel Platz weg und passen in jedes kleine Etui.

8. Am Bahnhof

An Bahnhöfen ist es meist laut und trubelig. Da ist es schwer, sich auf Durchsagen zu konzentrieren. Größere Bahnhöfe haben aber bestimmte Zonen, in denen es induktive Höranlagen gibt. Sie erkennen diese an einem blauen oder gelben Schild, auf dem ein stilisiertes Ohr sowie der Buchstabe „T“ steht. Wenn Sie das entsprechende Programm wählen, können Sie ohne Nebengeräusche hören.

9. Auf dem Flughafen

Beim Check-In müssen Sie keine Bedenken haben: die entsprechenden Scanner haben keinen Einfluss auf Hörgeräte. Sie müssen Ihre Hörgeräte auch nicht herausnehmen und auf das Band legen. Hörgeräte müssen nicht durchleuchtet werden. Wenn Sie die Lautstärke Ihrer Hörgeräte senken, bevor Sie durch den Scanner gehen, können Sie laute Interferenztöne verhindern.

10. Im Flugzeug

Hörgeräte zählen nicht zu den elektronischen Geräten, die zum Start und zur Landung abgeschaltet werden müssen.  Es kann sogar von Vorteil sein, wenn Sie es eingeschaltet lassen – so können Sie wichtige Durchsagen verstehen. Da ein Druckausgleich bei Start und Landung mit einem Hörgerät im Ohr allerdings etwas schwierig sein kann, sollten Sie mit Ihrem Pro Akustiker besprechen, ob es sinnvoll ist, die Hörgeräte kurzzeitig herauszunehmen.

 Zusätzlich

Fall es vor Ort doch einmal zu Problemen mit Ihren Hörgeräten kommen sollten, so heißen Hörakustiker in den verschiedenen Sprachen:

  • English: hearing aid acoustician
  • Französisch: l’ audioprothésiste
  • Italienisch: l’ udito Professional Care
  • Spanisch: el Audioprotesista
  • Schwedisch: audionomen
  • Türkisch: İşitme uzmanınıza

So sieht die Induktive Höranlage im Frankfurter Flughafen aus. Unten sieht mand as Schild, das auf eine solche Höranlage hinweist.