10 Dinge, die zu einem Hörverlust führen können

Nicht nur Lärm in einem Club, Restaurant oder über Kopfhörer können das Gehör schädigen. Es gibt durchaus andere Gründe, die dazu beitragen, dass Menschen Geräusche nicht mehr gut wahrnehmen können. Dazu gehören unter anderem Faktoren, die vielleicht überraschen mögen – wie beispielsweise Sport oder Schlaf.

Stress

Es ist allgemein bekannt, dass es einen Zusammenhang zwischen Stress und Tinnitus gibt. Dieser kann permanent oder auch temporär das Gehör schädigen. Damit es nicht zu einem Tinnitus kommt, kann man aber vorbeugen:

  • Reduzieren Sie Ihren Koffeinkonsum.
  • Wenn Sie sich gestresst fühlen, versuchen Sie sich auf einfache Dinge zu fokussieren – wie beispielsweise saubermachen.
  • Reden Sie mit einem Menschen, der Sie unterstützen kann.
  • Treiben Sie Sport und achten Sie auf Ihre Ernährung.

Sport

Normalerweise gilt ein moderates Sportprogramm als durchaus gesundheitsfördernd. Menschen, die jedoch sehr viel und exzessiv Sport treiben, können nicht nur ihre Muskeln schädigen, sondern auch ihr Gehör. Dabei reden wir nicht von zu lauter Musik während des Trainings. Wer maßlos Sport treibt, der setzt seinen Körper unter Stress und dieser kann einen zeitlich begrenzten Tinnitus auslösen. Zudem können Sportler durch exzessives Training auch eine dauerhafte Schädigung der Innenohrmembran provozieren. Falls es zu einem Gehörschaden kommt, reicht meist eine Ruhephase aus.

Medikamente

Viele Beipackzettel von Medikamenten machen darauf aufmerksam, dass als Nebenwirkung ein Hörverlust auftreten kann. Herzmedikamente und Chemotherapien können sogar die Innenohrzellen schädigen. Wenn beispielsweise eine Erhöhung der Medikation ansteht und bereits im Beipackzettel auf einen möglichen Hörverlust hingewiesen wird, sollten Sie Ihren Arzt darauf ansprechen, ob es gegebenenfalls eine Alternative gibt.

Ernährung

Eine schlechte oder einseitige Ernährung kann dazu beitragen, dass Zellen nicht mehr optimal versorgt werden. Wer zu viel Fett und Zucker isst oder auch zu wenig Vitamin B 12 zu sich nimmt, der kann den Blutfluss im Körper erheblich beeinträchtigen, so dass die Zellen im Gehör nicht mehr genügend versorgt werden. Forscher haben zudem festgestellt, dass bei einem Mangel an Folsäure Hörprobleme auftreten.

Allergien

Normalerweise verbindet man eine allergische Reaktion mit tränenden Augen oder. Wenn aufgrund einer allergischen Reaktion die Schleimhäute anschwellen, kann das auch die Ohren betreffen. Eine solche Schwellung kann den Ohrkanal verschließen, so dass Flüssigkeit eingeschlossen wird, die wiederum Grundlage für eine Infektionen werden kann. Eine wiederholte Infektion aufgrund allergischer Reaktionen kann zu dauerhaften Schäden führen.

Schlaf

Zu wenig Schlaf kann für viele Dinge verantwortlich gemacht werden – ob Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Magen-und-Darm-Probleme. Wenn der Körper zu wenig Ruhe bekommt, steigt der Stressfaktor und ein Tinnitus kann entstehen. Daher: Immer auf ein ausreichendes Schlafpensum achten. Wie hoch das sein muss, ist unterschiedlich. Bei Erwachsenen rechnet man von einer Schlafdauer zwischen sieben und acht Stunden. Es gilt die Regel: Wer tagsüber in einer sitzenden Tätigkeit konzentriert arbeiten kann, ohne schläfrig zu werden, hat sein Schlafpensum gefunden.

Rauchen

Raucher sind besonders von lärmindizierten Gehörverlust betroffen. Auch ehemalige Raucher sind davon nicht ausgenommen. Das Nikotin blockiert die Transmitterstoffe, die über die Haarsinneszellen den akustischen in einen neurologischen Impuls umwandeln, so dass das Geräusch im Gehirn wahrgenommen werden kann. Auch Passivraucher sind von diesem Phänomen betroffen, wenn auch weitgehend in geringerem Maß.

Krankheiten

Es sind nicht nur die Infekte, die die Ohren betreffen, die das Gehör schädigen können. Auch eine Grippe oder andere Erkältungskrankheiten können dazu beitragen, dass das Gehör zeitweise in Mittleidenschaft gezogen wird. Manchmal fühlen sich in einer solchen Situation die Ohren wie verstopft an. Das liegt daran, dass sich im Tubus im Mittelohr Flüssigkeit ansammelt, die durch die Schwellung des Nasen-Rachenraums nicht mehr abfließen kann. Eine Meningitis (bakteriell hervorgerufene Hirnhautentzündung) kann beispielsweise auch einen Hörverlust nach sich ziehen.

Diabetes

Zwischen einem bestehenden Diabetes und einem Hörverlust gibt es eine direkte Verbindung. Die gute Nachricht ist: Menschen, die unter Diabetes Typ 2 leiden, können dem vorbeugen, indem sie genau darauf achten, was sie essen. Für Typ 1-Patienten gilt: Sie sollten regelmäßig ihren Blutzucker checken und ihre Insulineinstellungen von einem Arzt überprüfen lassen. Bei einer Diabetes-Erkrankung kommt es oftmals zu Durchblutungsstörungen, so dass die Ohren und das Gehör in Mitleidenschaft gezogen werden können. Die Ohren sind häufiger von Durchblutungsstörungen betroffen, da ihre Gefäße meist deutlich kleiner sind als die der übrigen Organe.

Bluthochdruck

Auch Bluthochdruck kann dazu beitragen, dass das Gehör nicht mehr richtig funktioniert. Da bei einem Bluthochdruck die Gefäße in Mitleidenschaft gezogen werden, kann es zu einer Durchblutungsstörung im Innenohr kommen. Auch in diesem Fall sind die Ohren oftmals zuerst betroffen, da die Gefäße, die das Ohr versorgen, kleiner sind als die anderer Organe und dementsprechend die Belastung durch den Bluthochdruck größer ist.

Foto: Gustavo Wandalen/Pixabay