Regen, Schnee und Minustemperaturen: So kommen Hörsysteme gut durch den Winter

29.11.2017

Hörsysteme sind kostbar, denn sie geben nicht nur Hörvermögen zurück, sondern sorgen damit auch für mehr Lebensqualität. In der kalten und nassen Jahreszeit brauchen sie besonders gewissenhafte Pflege. Darauf weist die Bundesinnung der Hörakustiker hin. Hier sind die wichtigsten Tipps zusammengefasst.

Schutz vor Frost und Feuchtigkeit

Viele Menschen mögen keine Mützen oder andere Kopfbedeckungen. Dabei helfen diese nicht nur den Kopf warm zu halten, sondern auch die Hörsysteme vor Frost und Feuchtigkeit zu schützen. Damit der Klang nicht beeinträchtigt wird, sollte das Mikrofon frei bleiben.


Batterien vor dem Einsetzen anwärmen

Wenn es so richtig kalt wird, halten Batterien wie Akkus nur halb so lange. Die Empfehlung lautet daher, Batterien vor dem Einsetzen in das Hörsystem anzuwärmen. Dafür reicht es, sie zum Beispiel kurz in der geschlossenen Hand zu halten oder in eine körpernahe Tasche zu stecken. Vom Aufwärmen per Föhn dagegen raten die Experten ab. Übermäßige Hitze schadet ebenso wie Kälte. Wer auf Nummer sicher gehen will, sorgt frühzeitig für Ersatzbatterien. Klein und leicht, kann man diese auch gut mitnehmen, um sie unterwegs wenn nötig einzusetzen.


Hörsysteme gründlich trocknen

Hörsysteme bestehen aus empfindlicher Hochleistungstechnik, deren größter Feind Feuchtigkeit ist. Diese Feuchtigkeit muss nicht immer sichtbar sein. Bei hohen Temperaturschwankungen, etwa wenn man vom Spaziergang in der Winterkälte in das warme Haus zurückkehrt, entsteht Feuchtigkeit durch Schwitzwasser nicht nur an den Außenflächen, sondern auch in den Geräten. Während die Außenhaut schnell trocknet, können die Hörsysteme innen noch feucht sein, ohne das man es bemerkt. 

Abhilfe schaffen spezielle Trockenstationen, Trockenboxen oder Trockenbeutel, die speziell dafür entwickelt wurden, Hörsysteme sanft und gründlich zu trocknen. Die Hörsysteme einfach auf die Heizung zu legen, in den Backofen oder sie mit dem Föhn zu trocknen ist dagegen keine gute Idee. Dies könnte die Technik nachhaltig beschädigen.


Regelmäßiger Service beim Hörakustiker

Hörsysteme sind kleine Minicomputer, die sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammensetzen. Jedes kleine Teil, sei es der Schutzfilter vor dem Lautsprecher, das Ohrpassstück, der Schlauch oder das Mikrofon, erfüllt eine wichtige Funktion. Ist nur eins beschädigt, ist die gesamte Funktion beeinträchtigt. Regelmäßige Servicetermine beim Hörakustiker sind deshalb ebenso wichtig wie die tägliche Pflege zuhause. Bei diesen Terminen überprüft der Hörakustiker die Einzelteile, führt eine professionelle Reinigung durch und ersetzt, was ersetzt werden muss, damit die Hörsysteme einwandfrei funktionieren. Wer Fragen habe oder praktische Hilfe benötige, sei beim Hörakustiker vor Ort bestens aufgehoben, empfiehlt die Bundesinnung. Der Hörakustiker ist auch der Ansprechpartner für geprüfte Pflegeutensilien, die helfen, Hörsysteme lange und gut zu erhalten.  

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