Geräusche im Alltag: Haare föhnen

Warum Geräusche im Alltag schädlich sind

Den wenigsten von uns ist bewusst: Der Lärm, der uns alltäglich umgibt, schädigt unser Gehör. Wer denkt beim Anrühren eines Kuchenteigs schon über die Lautstärke einer Küchenmaschine nach? Oder beim Haaretrocknen an die Dezibelzahl (dB)   des Föhns? Doch genau diese Alltagsgegenstände sind oft lauter als gedacht – und können bei dauerhaftem Einsatz unser Gehör schädigen.

Die Macht der Alltagsgeräusche

Sicher, eine total ruhige Welt wird es nie geben. Und normalerweise würde man auch nie darüber nachdenken, was wie laut sein könnte. Doch gerade diese alltäglichen Geräusche können in Summe einen so genannten sensorineuralen Hörverlust provozieren – oder kurz gesagt: eine Innenohrschwerhörigkeit.

Innenohrschwerhörigkeit

Eine Innenohrschwerhörigkeit kann mehrere Gründe haben. Zum einen kann sie altersbedingt auftreten. Zum anderen kann auch dauerhafter Lärm die feinen Haarzellen im Innenohr verletzen. Einmal geschädigt, können sich die Haarzellen nicht regenerieren. Sie sterben ab, so dass sie den akustischen Reiz nicht mehr an die Neuronen weitergeben können. Dies ist oft ein schleichender Prozess, so dass der Hörverlust nicht über Nacht eintritt.

Leben in einer lauten Welt

Nichts ist geräuschlos. Selbst das Rascheln herunterfallender Blätter im Wind kann eine Lautstärke von 20 dB haben; in einer Bibliothek kommen schon einmal 30 dB auf. Aber das sind die wirklich leisen Geräusche. Klar, wenn man mit einer Kettensäge arbeitet, die bis zu 110 dB haben kann, setzt man sich einen Gehörschutz auf. Aber die wenigsten würden einen solchen Schutz tragen, wenn sie mit der Bohrmaschine arbeiten (100 dB) oder sich die Haare föhnen (80-90 dB). Selbst eine Küchenmaschine kann 80 bis 90 dB laut werden.

Für Geräusche sensibel werden

Nun kann man sicherlich sagen, dass man diese Geräte ja nicht dauerhaft im Einsatz hat. Das stimmt. Aber darum geht es auch nicht. Es geht eher darum, das Bewusstsein für Geräusche zu sensibilisieren. Auch das Gehör benötigt einmal eine Pause. Wie wir hören ist ebenfalls in diesem Blog erklärt.

Was tun, wenn das Gehör geschädigt ist?

Ein Hörtest  kann einen ersten Anhaltspunkt liefern, ob das Gehör geschädigt sein könnte. Ein Akustiker kann das Hörvermögen messen und danach Empfehlungen aussprechen. Die meisten Hörverluste können mit einem Hörgerät ausgeglichen werden. Doch nicht alle Hörgeräte sind bei jedem Hörverlust sinnvoll. Hörakustiker kennen sich mit den unterschiedlichsten Hörgeräten aus und können diese individuell anpassen. Wer sich eine Zuzahlung der Krankenkassen sichern möchte, der muss zuvor einen Hals-Nasen-Ohrenarzt aufsuchen. Nur ein Mediziner kann eine entsprechende Verordnung ausstellen.