Die Welt neu entdecken und damit gut durch die Krise kommen

Unser Leben hat sich radikal verändert. Menschen arbeiten im Home-Office, die meisten Kinder gehen nicht zur Schule oder in den Kindergarten, Geburtstagsfeiern, Taufen und Hochzeiten fallen aus.  Abstand halten – oder Neudeutsch: Social Distancing – ist das Gebot der Stunde. Gerade in Zeiten, in denen wir Nähe nötig hätten, ist sie oftmals schwierig zu ermöglichen. Was tun?

Positiv denken

Damit die allgemeine nicht auch zur persönlichen Krise wird, hilft eins: trotz allem positiv denken. Sich eben nicht von negativen Nachrichten verrückt machen lassen, sondern auch das Positive in der Welt wahrnehmen. Auf Geräusche hören. Denn die Welt drumherum ist etwas leiser geworden. Keine Straßenbahnen, die sich im Minutentakt begegnen, kaum Autos, die sich im Stau langsam durch die Städte quälen. Zeit, sonst überdeckte Geräusche neu zu entdecken: Eine Meise, die zwitschert, Regentropfen, die prasseln.

Erbsen für schöne Dinge

Zum positiven Denken gehören aber nicht nur neue Geräuschwahrnehmungen. Positive Aspekte lassen sich durchaus verstärken. Es kann durchaus hilfreich sein, ein positives Tagebuch zu führen, sich abends hinzusetzen und nur die Dinge aufzuschreiben, die einem Freude gemacht haben. Man kann auch ein Glas nehmen und jeden Abend für ein positives Ereignis eine getrocknete Erbse hineintun. Es ist schön anzusehen, wie sich das Glas dann füllt.

Öfter einmal telefonieren

Gerade in der jetzigen Situation fühlen viele Menschen sich einsam. Treffen mit Freunden fallen weg. Der Austausch läuft per Chat oder Mail. Was jedoch meist mehr hilft als das geschriebene Wort, ist die Stimme uns nahestehenden Menschen zu hören. Also lieber einmal öfter zum Telefonhörer greifen als eine Mail schreiben. Pro Akustiker helfen Menschen mit Hörminderung gern weiter, wenn sie Hilfe beim Telefonieren benötigen. Zum einen gibt es Zusatzgeräte, zum anderen können viele Hörgeräte aber auch speziell fürs Telefonieren eingestellt werden.

Strukturen schaffen

In einer Welt, in der plötzlich alles anders zu sein scheint, ist es zudem wichtig, sich selbst neue Strukturen zu schaffen. Ein fester Tagesablauf hilft, sich zu orientieren. Zudem sollte man sich konkrete Aufgaben für den jeweiligen Tag vornehmen. Dabei sollte die jeweilige Struktur auch Pausen enthalten und Zeit für Dinge, die nicht dem Arbeitsalltag zugeordnet werden können.