Mit System zur Hörgesundheit

Welttag des Hörens: Gut hören, gesund bleiben – wie Hörgeräte dazu beitragen, gesund zu bleiben, erklärt Hörakustik-Meister und Pro Akustik-Mitglied Uwe Thierfelder.

Hörgeräte gegen Demenz?

Es wäre zu schön, um wahr zu sein: Mit Hilfe von Hörsystemen das Schreckgespenst Demenz aufhalten? „Hörsysteme sind sicherlich kein Allheilmittel“, sagt Angelika Illg. Aber sie könnten einen Beitrag dazu leisten, den Verlust von kognitiven Fähigkeiten hinauszuzögern. Die Therapeutin ist pädagogische Leiterin des Deutschen Hörzentrums an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Sie erforscht, inwieweit gutes Hören und der Verlust von geistigen Fähigkeiten zusammenhängen.

Hörgesundheit für alle

Am Welttag des Hörens ist Demenzprophylaxe ein großes Thema. In der Kampagne „Hörgesundheit für alle“ geht es den Initiatoren um viel mehr als gutes Hören: „Wer sein Gehör regelmäßig testen und eine Schwerhörigkeit frühzeitig und professionell versorgen lässt, beugt nicht nur dem Verlust sozialer Kontakte vor, lebt sicherer, hört wieder verloren geglaubte Geräusche und beugt auch einer Demenzerkrankung vor.“

„Hören ist Teilnahme am Leben“

Das, was die Wissenschaftlerin erforscht, erlebt Uwe Thierfelder nahezu täglich in seinen Geschäften in Erzhausen, Langen und Dreieich-Sprendlingen. Die Hörakustik-Meister von Hörakustik Thierfelder versorgen täglich viele ältere Menschen und sehen, wie sie wieder aufblühen, wenn sie wieder hören können. Denn Hören ist weit mehr als ein Hörgerät anzupassen. „Hören ist Teilnahme am Leben“, weiß der Fachmann. Und letztendlich ist Hören auch eine Leistung des Gehirns.

Das Gehirn muss in Schwung gebracht werden

Anders als beim Sehen – man setzt eine Brille auf und kann sofort wieder scharf schauen – muss beim Hören das Gehirn aktiv in Schwung gebracht werden. Das hängt mit dem Zusammenspiel von verschiedenen Dingen zusammen. Beim Hören trifft zunächst eine Schallwelle aufs Trommelfell. Diese Welle wird weitergeleitet. Sie bringt die Haarsinneszellen in der Ohrschnecke in Bewegung. Bei diesem Vorgang wird ein akustischer in einen neuronalen Reiz umgewandelt. Das Gehirn nimmt das Geräusch wahr. Es muss arbeiten. Wenn das Gehirn aber immer weniger neuronale Reize empfängt, weil der Mensch nicht mehr gut hört, stellt der Bereich fürs Hören langsam seine Tätigkeit ein. Das Gehirn vergisst Geräusche. Die Experten von Hörakustik Thierfelder gehen noch einen Schritt weiter. Sie starten mit ihren Kunden ein Hörtraining. Mit Hilfe von gezielten Übungen bringen die Akustiker gemeinsam mit dem Kunden die Neuronen in Schwung.  „Unsere fitten Kunden können das Hörtraining auch ganz einfach per App durchführen“, sagt Uwe Thierfelder. Hörakustik Thierfelder ist für diese Art des Hörtrainings der einzig zugelassene Hörakustikbetrieb im gesamten Rhein-Main-Gebiet. 

Vorsorge ist Gesundheitsprophylaxe

„Aus diesem Grund ist die Versorgung mit einem Hörgerät durchaus als Gesundheitsprophylaxe zu sehen“, sagt Thierfelder. Die Menschen blieben länger im Gespräch; das Gehirn weiterhin in Schwung. „Nicht zu vergessen ist die Lebensqualität, die wir den Menschen zurückgeben können“, betont der Akustiker. Der Hörakustik-Meister sieht sich nicht nur als Dienstleister. Er sieht sich vielmehr als Wellness-Botschafter und ein Stück weit auch als Gesundheitsberater. „Uns ist es wichtig, den Menschen als ganze Person wahrzunehmen und so zu versorgen, dass sie an Lebensqualität gewinnen“, betont Thierfelder. Das Hören ist dabei ein entscheidender Faktor – nicht nur, weil man wieder Freude am Zuhören hat, sondern auch, weil man etwas für sein Gehirn tut.

 

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